Gebäude
Gebäudeversicherung – Schutz für Dein Haus und Deine Immobilie
Warum eine Gebäudeversicherung so wichtig ist
Dein Wohnhaus ist meistens der größte Vermögenswert im Privatvermögen. Ein Brand im Dachstuhl, ein geplatztes Rohr oder ein schweres Unwetter reichen aus, damit in wenigen Stunden ein Schaden im fünf- oder sechsstelligen Bereich entsteht.
Ohne passende Wohngebäudeversicherung lässt sich ein Wiederaufbau oder eine umfangreiche Sanierung in der Regel nicht aus eigener Tasche stemmen. Eine solide Gebäudeversicherung ist deshalb ein zentraler Baustein Deiner finanziellen Absicherung und in der Regel Voraussetzung für jede Baufinanzierung.
Was leistet eine Gebäudeversicherung (Wohngebäudeversicherung)?
Die Gebäudeversicherung, häufig auch Wohngebäudeversicherung oder Hausversicherung genannt, schützt das Gebäude selbst und alles, was fest damit verbunden ist. Versichert ist der sogenannte Neuwert, also der Betrag, der für Wiederaufbau oder Instandsetzung in gleicher Art und Güte erforderlich ist.
Typische Grunddeckung
- Feuer: Brand, Blitzschlag, Explosion
- Leitungswasser: Rohrbruch, Frostschäden, Nässeschäden durch ausgetretenes Leitungswasser
- Sturm und Hagel: Sturmschäden ab Windstärke 8, Hagelschlag
Wichtige Zusatzbausteine können sein
- Elementarschäden, zum Beispiel Überschwemmung nach Starkregen, Rückstau, Erdrutsch, Erdbeben
- Glas, zum Beispiel Verglasungen am Gebäude, große Fensterflächen, Wintergärten
- Photovoltaikanlage, also Module, Wechselrichter und Leitungen auf dem Dach
- Nebengebäude wie Garage, Carport, Gartenhaus, Geräteschuppen
Wichtige Fachbegriffe kurz erklärt
- Versicherungssumme: Wert, bis zu dem die Versicherung leistet. Grundlage ist der Neubau- beziehungsweise Wiederaufbauwert des Gebäudes.
- Unterversicherungsverzicht: Vereinbarung, dass der Versicherer im Schadenfall nicht kürzt, wenn die vertraglich hinterlegten Daten, zum Beispiel Wohnfläche und Bauart, korrekt sind. Das reduziert das Risiko, auf einem Teil der Kosten sitzen zu bleiben.
- Neuwertentschädigung: Es wird nicht der Zeitwert ersetzt, sondern der Betrag, der heute für die Wiederherstellung in gleicher Art und Güte notwendig ist.
Gebäudeversicherung oder Hausratversicherung – wo liegt der Unterschied?
Die Gebäudeversicherung deckt das Gebäude, die Hausratversicherung den Inhalt.
Vereinfacht
- Gebäude = alles, was fest mit dem Haus verbunden ist
- Hausrat = alle beweglichen Sachen, die beim Umzug mitgehen
Plakative Beispiele
- Einbauküche: Fest verschraubte Küche gehört in der Regel zur Gebäudeversicherung, Geschirr und Töpfe zum Hausrat.
- Bodenbeläge: Fest verklebtes Parkett oder Fliesen sind Gebäudebestandteile, der lose Teppichläufer ist Hausrat.
- Heizung und Leitungen: Heizkessel, Heizkörper und Rohrleitungen zählen zum Gebäude, Möbel und Elektrogeräte wie Fernseher oder Sofa zum Hausrat.
Typische Schadenbeispiele aus der Praxis
Konkrete Szenarien zeigen, wie schnell der Schadenumfang wächst:
Rohrbruch im Winter
Eine Leitung im unbeheizten Bereich friert ein, platzt und überflutet mehrere Räume. Folge: durchnässte Wände und Böden, Trocknungsgeräte, Handwerkerkosten und eventuell Hotelübernachtungen während der Sanierung.
Dachschaden nach Sturm
Sturmböen reißen Dachziegel ab, Regen dringt ein, das Dachgeschoss wird beschädigt. Gerüst, Dachdeckerarbeiten, Innenausbau und Renovierung verursachen schnell hohe Kosten.
Brand im Heizungsraum
Ein technischer Defekt löst einen Brand im Keller aus. Das Feuer wird gelöscht, doch Ruß und Löschwasser ziehen durch das gesamte Haus. Sanierung, Reinigung, Austausch von Installationen und teilweise Wiederaufbau bewegen sich schnell im sechsstelligen Bereich.
Starkregen und Überschwemmung
Nach einem Unwetter läuft der Keller voll Wasser, Haustechnik und Heizungsanlage werden beschädigt. Ohne Elementarschaden-Baustein besteht in solchen Fällen häufig kein Versicherungsschutz.
Finanzielle Folgen ohne passende Absicherung
Ein schwerer Gebäudeschaden trifft nicht nur die Immobilie, sondern die gesamte finanzielle Gesamtsituation:
- Wiederaufbaukosten: Abriss, Entsorgung, Planung, Materialien und Handwerker summieren sich rasch auf mehrere zehntausend bis hunderttausend Euro.
- Nebenkosten: Architekt, Statiker, Baugenehmigungen, Gutachten und sonstige Baunebenkosten müssen zusätzlich finanziert werden.
- Mietausfälle: Bei vermieteten Objekten fehlen Mieteinnahmen, während Kreditraten und laufende Kosten weiterlaufen.
Eine solide Wohngebäudeversicherung fängt diese Risiken ab und ist daher auch aus Sicht der finanzierenden Bank unverzichtbar.
Welche Leistungen sind in einer guten Gebäudeversicherung wichtig?
Eine moderne Gebäudeversicherung sollte mehr leisten als nur die Grunddeckung. Wichtige Punkte sind zum Beispiel:
- Ausreichende Versicherungssumme und Unterversicherungsverzicht, damit im Schadenfall keine Kürzungen drohen
- Einschluss von Elementarschäden, soweit sinnvoll und möglich
- Mitversicherung von Photovoltaikanlage, Garage, Carport und Nebengebäuden
- Absicherung von grober Fahrlässigkeit, zum Beispiel wenn ein Schaden durch Unachtsamkeit ausgelöst wird
- Klar geregelte Kostenpositionen, zum Beispiel Aufräum-, Abbruch-, Bewegungs- und Schutzkosten
- Gleitender Neuwert, also automatische Anpassung an Baupreissteigerungen, damit die Immobilie nicht schleichend unterversichert
- Deckung von Überspannungsschäden nach Blitz, insbesondere bei sensibler Haustechnik
Gebäudeversicherung mit Wilnauer – unabhängige Beratung für Dein Objekt
Jedes Wohngebäude ist anders. Baujahr, Bauart, Lage, Nutzung, energetischer Standard und Finanzierungsstruktur unterscheiden sich deutlich. Standardlösungen nach Schema F passen selten sauber zum individuellen Risiko.
Wilnauer arbeitet als unabhängiger Versicherungsmakler und kann auf verschiedene Gesellschaften und Tarife zugreifen. Im Mittelpunkt steht eine strukturierte Bedarfsermittlung:
- Art der Immobilie, zum Beispiel Einfamilienhaus, Doppelhaushälfte, Reihenhaus, Eigentumswohnung
- Baujahr, Modernisierungsstand, energetische Sanierungen
- Ausstattung, besondere Risiken, zum Beispiel Hanglage oder Hochwassergebiet
- Vermietungssituation und bestehende Darlehen
Auf dieser Basis lässt sich ein Deckungskonzept entwickeln, das nicht nur heute, sondern auch langfristig tragfähig ist. Wichtig ist außerdem die laufende Betreuung. Dazu gehört die Anpassung der Versicherungssumme nach Modernisierungen, die Prüfung bei An- oder Ausbauten und der Einbezug neuer Technik wie Photovoltaik oder Wallbox.
FAQ zur Gebäudeversicherung
Brauche ich eine Gebäudeversicherung, wenn mein Haus abbezahlt ist?
Die Bank verlangt die Gebäudeversicherung in der Regel nur solange ein Darlehen läuft. Das Risiko eines Totalschadens verschwindet danach aber nicht. Auch ohne Kredit würde ein Brand oder schwerer Wasserschaden die finanziellen Reserven stark belasten. Eine Wohngebäudeversicherung bleibt daher sinnvoll, auch wenn das Haus schuldenfrei ist.
Was passiert, wenn modernisiert oder angebaut wird?
Nach größeren Maßnahmen, zum Beispiel Anbau, Aufstockung, energetische Sanierung, neue Heizung oder Photovoltaikanlage, sollten Vertragsdaten überprüft und angepasst werden. Nur so bleibt die Versicherungssumme ausreichend und neue Gebäudeteile sind ordnungsgemäß mitversichert.
Muss ich Elementarschäden immer mitversichern?
Elementarschäden wie Überschwemmung, Rückstau oder Erdrutsch treten regional unterschiedlich häufig auf. In vielen Lagen ist der zusätzliche Baustein sehr empfehlenswert. In besonders gefährdeten Gebieten kann er teurer oder eingeschränkt sein. Eine sorgfältige Prüfung der Gefährdungslage und der Tarifbedingungen hilft, eine sinnvolle Entscheidung zu treffen.
Wie wird die Versicherungssumme berechnet?
Grundlage sind in der Regel Wohnfläche, Baujahr, Bauart, Ausstattung und der fiktive Neubauwert. Häufig nutzen Versicherer einen sogenannten Wert 1914 oder ähnliche Rechenmodelle. Über einen gleitenden Neuwertfaktor wird dieser Wert jährlich an die Baupreisentwicklung angepasst, damit keine schleichende Unterversicherung entsteht.
Was ist, wenn die Bank bestimmte Bedingungen stellt?
Finanzierende Banken verlangen oft bestimmte Mindestanforderungen, zum Beispiel Feuerdeckung, gleitenden Neuwert und eine Abtretung der Entschädigungsleistung. Diese Vorgaben lassen sich bei der Tarifauswahl berücksichtigen, damit Gebäudeversicherung und Kreditvertrag sauber zusammenpassen.
Nächster Schritt: Gebäudeversicherung prüfen und Angebot anfordern
Wenn Du Dein Haus oder Deine vermietete Immobilie solide absichern möchtest, lohnt sich ein Blick in den bestehenden Vertrag. Häufig zeigen sich Lücken bei Elementarschäden, grober Fahrlässigkeit oder der Versicherungssumme.
Am einfachsten:
- Aktuellen Versicherungsschein und, falls vorhanden, Finanzierungsunterlagen bereitlegen
- Kontakt zu Wilnauer aufnehmen und die Situation kurz schildern
- Individuelles Vergleichsangebot und klare Einschätzung zur bestehenden Absicherung anfordern
So erhältst Du einen transparenten Überblick, ob Deine Gebäudeversicherung zu Deinem Haus und zu Deiner finanziellen Situation passt und kannst fundiert entscheiden, ob eine Anpassung oder ein Tarifwechsel sinnvoll ist.


